Die beiden Digitalisierungsspezialisten kamasys und qnips bündeln ihre Kräfte. Mit dem strategischen Zusammenschluss entsteht ein neues Unternehmen, das Catering-Betriebe künftig mit einer einzigen digitalen Plattform entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette unterstützt. Am Markt tritt das neue Unternehmen als menio GmbH auf.

Ganzheitliche Plattform trifft Systemkompetenz

Daten entwickeln sich zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor in der Gemeinschaftsgastronomie. Um Gästeservices und Betriebsabläufe effizient zu steuern, ist eine konsistente Datenbasis über alle digitalen Berührungspunkte hinweg erforderlich. Für Technologiepartner wie kamasys und qnips bedeutet das, Kunden ganzheitlich über jeden dieser Berührungspunkte zu betreuen.
Mit dem Zusammenschluss positionieren sich die beiden Unternehmen als zentraler Lösungsanbieter für diese Aufgabe, indem sie zwei komplementäre
Kompetenzfelder vereinen. Während qnips eine moderne Plattformarchitektur für digitale Gästeservices entwickelt hat, verfügt kamasys über umfassende Erfahrung in der Integration und im Betrieb komplexer Systemlandschaften in Catering-Unternehmen. Gemeinsam entsteht eine Plattform, auf der Front-of-House-Daten zentral zusammenlaufen und übergreifend nutzbar werden.

Die drei Geschäftsführer beider Unternehmen teilen sich die Aufgaben neu auf und ordnen den Zusammenschluss ein

„kamasys und qnips sind sich im Markt über viele Jahre hinweg auf Augenhöhe begegnet. In unseren Gesprächen wurde schnell deutlich, dass wir eine sehr ähnliche Vorstellung davon haben, wie sich die digitale Infrastruktur der Gemeinschaftsgastronomie entwickeln wird. Der Zusammenschluss ist deshalb ein konsequenter Schritt: Gemeinsam sind wir ein Team von über 70 Mitarbeitenden und können diese Vision für unsere Kunden deutlich schneller und wirkungsvoller umsetzen. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft“, erläutert Christian Brützel.
„Der Markt verlangt zunehmend integrierte Lösungen statt isolierter Systeme“, ergänzt Marcel Konrad. „Mit dem Zusammenschluss schaffen wir die organisatorische und technologische Grundlage, um unsere Kunden ganzheitlich zu begleiten – von der Projektplanung über Installation und Inbetriebnahme bis hin zu Support und Field-Service für eigene Lösungen oder Produkte aus dem Partnernetzwerk.“
Er stellt klar: Technologiepartnerschaften bleiben ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Die Plattform ist bewusst offen konzipiert und ermöglicht über standardisierte Schnittstellen die Integration externer Systeme und spezialisierter Lösungen.
Künstliche Intelligenz ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor und Hebel für Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der Betriebsgastronomie. Prognosen, Absatzsteuerung und optimierte Produktionsplanung setzen jedoch eine durchgängige und belastbare Datengrundlage voraus. In vielen Betrieben sind relevante Informationen über unterschiedliche Systeme verstreut – und damit nur eingeschränkt steuerungsfähig.
„Mit der Fusion schließen wir im Front of House den Kreis“, betont André von Hören. „Durch die Integration einer eigenen Checkout- und Kassenlösung ergänzend zu Bestellungen per App oder Web, Self-Order-Kiosken sowie Anbindungen an Vending-Automaten oder autonome Stores führen wir alle transaktionsrelevanten Touchpoints auf einer gemeinsamen Plattform zusammen. Die Daten werden zentral in einem konsistenten Modell gespeichert und verfügbar gemacht. Durch die Ergänzung um Profil- und Nutzerdaten, Menü- und Stammdaten sowie Kontextinformationen wie Kalenderdaten, Gebäudeauslastung oder Wetter werden
die Voraussetzungen für den gewinnbringenden Einsatz von KI-Modellen geschaffen,“ erklärt von Hören.

Ein Signal an die Branche

Mit der Fusion positioniert sich das neue Unternehmen als technologiegetriebener Infrastrukturpartner für die Gemeinschaftsgastronomie – mit dem klaren Anspruch, die Voraussetzungen für datenbasierte, automatisierte und KI-gestützte Betriebsmodelle zu schaffen.
Der Zusammenschluss ist damit nicht nur eine organisatorische Entscheidung, sondern ein klares strategisches Signal an die Branche:
Die Zukunft der Gemeinschaftsverpflegung ist plattformbasiert, integriert – und datengetrieben.


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